Daniel Sempf in KRIEG️

© Isabel Streibig

Daniel Sempf, Stefan Gille in KRIEG 

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Daniel Sempf in KRIEG 

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Daniel Sempf, Stefan Gille in KRIEG

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Daniel Sempf, Stefan Gille in KRIEG 

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Momentaufnahme KRIEG

© Isabel Streibig

Daniel Sempf in KRIEG️

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Remarque/Renn

Gegen das Vergessen

Koproduktion

 

Das HLTM und die Hörtheatrale laden zu einer besonderen Lesung ein: 2018 jährt sich das Ende des 1. Weltkrieges zum hundertsten Mal - Zeit, sich zu erinnern, Zeit, der Greuel zu gedenken, die Remarque zu dem Roman "Im Westen nichts Neues" und Ludwig Renn zu  seinem Roman "Krieg" brachten.  
Ein Anlass, zwei Autoren, eine Lesung und ein szenisches Hörspiel, um nicht zu vergessen und um alles dafür zu tun, das Frieden und Menschlichkeit über allem steht. 

Die Hörtheatrale wird den Abend mit einer szenischen Live-Hörspiel in der Regie von Ensemblemitglied Daniel Sempf beginnen: Ein einfacher Soldat, der Gefreite Renn, aus Sachsen schildert auf eindrückliche Weise seine Erlebnisse an der Westfront und den Widerstand, den die deutschen Soldaten durch die belgische Bevölkerung erlebten. „Weshalb muss man sich hassen, wenn man gegeneinander Krieg führt?“, fragt er noch in einer Mischung aus Naivität und Hochmut, als die Truppe durch das neutrale Belgien marschiert und von den Einheimischen mit hasserfüllten Gesichtern erwartet wird. Soldat Ludwig Renn tritt als Mann ohne Vergangenheit auf. Die Handlung konzentriert sich auf seine vier Jahre als Frontsoldat. Alles spielt sich im Kreise seiner Kompanie ab. Renn, der in seiner Truppe bald als „unverwundbar“ gilt, obgleich er schwer verwundet wird, macht Karriere bis zum Vize-Feldwebel. Vorrücken, scheitern, zurückziehen, vorrücken, unter schwerem Beschuss ausharren, Renn lässt den Leser / Zuhörer teilnehmen an Gefechten und Schlachten. Detailliert schildert er den Einmarsch in das neutrale Belgien, welcher geprägt ist durch die Unerfahrenheit der deutschen Soldaten, von Massakern an der belgischen Zivilbevölkerung und von seiner Angst und den Zweifeln, die er als ausgebildeter Soldat nicht haben dürfte.
Der Roman erschien etwa zur gleichen Zeit wie “Im Westen nichts Neues“ 1928 und wurde in 10 Sprachen übersetzt. 
Die Geschichte der „Marburger Jäger“, die auch in Belgien stationiert waren und mit der 3. Armee, die ebenfalls aus Sachsen stammte, zusammengelegt wurde, ist dokumentarisch eingeflochten. Hierbei beziehen sich die Hörtheatrale auf die Arbeit der Geschichtswerkstatt Marburg, die die Schrift: „Zur Geschichte der Marburger Jäger“ 2013 veröffentlichte. Siehe bitte auch hier: https://www.diehoertheatrale.de/projects-archive/krieg/

Im zweiten Teil lesen zwei Ensemblemitglieder aus dem Roman IM WESTEN NICHTS NEUES. Fokus hat dabei das pure Wort, das so ästhetisch und dennoch so grausam, die schrecklichen Erlebnisse des Frontsoldaten Bäumer umschreibt. Die etwa 50 minütige Lesung führt einmal durch diesen Klassiker der Weltliteratur, der die Verlorenheit einer gesamten Kriegsgeneration treffend beschreibt, analysiert und damit auch anprangert ohne anzuklagen. 

 

 


Eine gemeinsame Lesung der Hörtheatrale Marburg und dem HLTM.

Ort:

Theater am Schwanhof

Schauspieler*in: Mechthild Grabner
Regie: Daniel Sempf
Musik: Ben Streibig
Schauspieler*in: Stefan Gille, Daniel Sempf

Weshalb muss man sich hassen, wenn man Krieg gegeneinander führt.

Ludwig RennGegen das Vergessen