© Margarete Ruhbe
© Margarete Ruhbe
 

Turkowski & Nowacka, Polen*

Margarete

 

Im Jahr 2008 entdeckte der polnische Künstler Janek Turkowski einen Karton mit 64 Superachtfilmrollen auf einem norddeutschen Markt nahe der polnischen Grenze. Jede zeigte das Bild derselben Frau, Margarete Ruhbe. Turkowski rekonstruierte künstlerisch das Leben von ihr, die er nicht kannte, ja nicht kennen konnte. Die Geschichte von Margarete entfaltet sich im Gegensatz zu den mächtigen Bildern aus den Zeiten des Kommunismus: Ausgehend von der Neugierde des Künstlers hin zur Suche nach der Identität einer Frau, die eine kurze, aber unauslöschliche Spur hinterlassen hat. Eine intime Solo-Performance mit der Frage: Was bleibt und wie nehmen wir wahr?

Von und mit: Janek Turkowski

In  englischer  Sprache.  55  Minuten  für  jeweils  25  Zuschauer*innen.  Auf  der  Hinterbühne  hinterm  Eisernen“  des  Erwin-Piscator-Hauses.  Bei  großer  nachfrage  wird  es  um  22.00  Uhr  eine weitere Vorstellung geben.


*Am 8. März, dem Internationalen Frauentag 2019 laden wir dies polnische Gastspiel an der Grenze zwischen cineastischer und theatraler Kunst nach Marburg. Dies ist der Auftakt für eine Reihe, die die nächsten fünf Jahre den Blick in unser polnisches Nachbarland richtet. Auch wenn die Zeiten des Kalten Krieges lange vorbei sind, weist die mit der Solidarność-Bewegung und dem Mauerfall geborene Hoffnung auf eine gemeinsame europäische Vision Risse auf. Dem wollen wir mit dieser Theaterreihe, die von ehrlicher Begegnung und Solidarität lebt, etwas entgegensetzen.

Location:

Erwin-Piscator-Haus