v.l.n.r. Mechthild Grabner als mutter 3, Anna Rausch als mutter 4, Camil Morariu als junge 1, Valentina Schüler als mädchen, Victoria Schmidt als mutter 1 und Mario Neumann als Junge 2

© Jan Bosch

v.l.n.r.: Lisa Grosche als mutter 2, Mechthild Grabner als mutter 3, Anna Rausch als mutter 4, Victoria Schmidt als mutter 1

© Jan Bosch

Valentina Schüler als mädchen

© Jan Bosch

v.l.n.r.: Mechthild Grabner als mutter 3, Anna Rausch als mutter 4, Mario Neumann als junge 2, Victoria Schmidt als mutter 1, Camil Morariu als junge 1, Lisa Grosche als mutter 2

© Jan Bosch

v.l.n.r. Mario Neumann als junge 2, Mechthild Grabner als mutter 3, Anna Rausch als mutter 4 und Camil Morariu als junge 1

© Jan Bosch

v.l.n.r. Mechthild Grabner als mutter 3, Anna Rausch als mutter 4, Camil Morariu als junge 1, Valentina Schüler als mädchen, Victoria Schmidt als mutter 1 und Mario Neumann als Junge 2

© Jan Bosch
 

Özlem Özgül Dündar

Türken, Feuer

/Uraufführung
 

Eine Nacht, die alles verändert: Bei einem Brandanschlag auf ein Wohnhaus sterben fünf Menschen in den Flammen. Jugendliche aus der Nachbarschaft haben das Feuer aus rechtsradikalen Motiven gelegt. Schnell berichten die Medien, schreiben über die Täter und die Opfer. Doch kann man wirklich verstehen, was in dieser Nacht geschah? Kann es eine Möglichkeit geben, nicht nur übereinander, sondern miteinander zu sprechen? Die Mütter ergreifen das Wort und schildern aus ihrer jeweils ganz eigenen Perspektive den Anschlag und dessen Folgen. So spricht die Mutter des Täters über die Schwere, die der Sohn nach der Tat mit ins Haus gebracht hat und den wiederkehrenden Zweifeln an seiner Schuld. Die Mutter, die mit ihrem Kind im Arm aus dem Fenster sprang, berichtet immer wieder über den Moment des Absprungs und ihren eigenen Tod. Die Angehörige der Opfer glaubt, täglich selbst in den Flammen zu stehen, obwohl sie den Anschlag überlebt hat. In einer endlosen Wiederholung scheinen sie in dieser Nacht gemeinsam festzustecken. Und immer wieder gibt es das Bemühen, sich zu begegnen, nicht stumm zu werden durch den Schmerz, in eindringlicher Sprache und Körperlichkeit einen Weg zueinander zu finden. Sprache und Choreografie verbinden sich zu einer Geschichte über den Tod, das gemeinsame Überleben und den Atem, den wir teilen.

Özlem Özgül Dündar nimmt in ihrem Stück den Brandanschlag in Solingen von 1993 als Ausgangspunkt, um ein Kaleidoskop der Realitäten zu entfalten, das sich überzeitlich dem Wunsch nach Begegnung und Verständnis aus verschiedenen Perspektiven nähert. Sie hat mit ihrem Text das Stück der Stunde geschrieben und schafft mit poetisch-eindringlicher und dabei nie aufdringlicher Sprache einen Raum, in dem Menschen sich über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg begegnen.

Özlem Özgül Dündar hat Philosophie und Literatur in Wuppertal sowie Literarisches Schreiben am Literaturinstitut Leipzig studiert. Mit dem Theaterstück „Jardin d’Istanbul“ gewann sie 2015 den Retzhofer Dramapreis und 2018 beim Ingeborg-Bachmann-Preis mit dem Text „...und ich brenne“ den Kelag-Preis. Seit 2019 ist sie Botschafterin der Stadt Solingen.

Für alle Menschen ab 14 Jahren, die sich für neue Theatertexte begeistern und sich für die sonst unsichtbaren Schicksale hinter gesellschaftspolitischen Themen interessieren.


Hier geht es zur Materialmappe des Stücks.

Location:

Kleines Tasch

Premiere:

Saturday, 14.09.2019

Regie: Anna-Elisabeth Frick
Bühne & Kostüme: Christian Blechschmidt
Choreografie: René Alejandro Huari Mateus
Dramaturgie: Lotta Seifert
Theaterpädagogik: Juliane Nowak

Acting:

mutter 1Victoria Schmidt
mutter 2Lisa Grosche
mutter 3Mechthild Grabner
mutter 4Anna Rausch
mädchenValentina Schüler
junge 1Camil Morariu
junge 2Mario Neumann

Curriculum relevant information
 

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Ich möchte mich mitteilen können meine Gedanken aussprechen in der Sprache die du verstehst.

Türken, Feuer