Bernard-Marie Koltès
IN DER EINSAMKEIT DER BAUMWOLLFELDER
Moderner Klassiker
Wer ist von wem abhängig?
Ein Kunde und ein Dealer treffen inmitten der Baumwollfelder aufeinander. Beide umkreisen sich, tasten sich ab. Es soll ein Handel getätigt werden, jedoch weiß keiner der beiden, was gekauft oder verkauft werden soll.
Das einsame Verhandeln beider Seiten ist ein Balanceakt, von Doppelbödigkeiten durchdrungen und pendelt beständig zwischen Gewalttätigkeit und Sanftmut, Brüderlichkeit und Wettbewerb, Verführung und Drohung. Das Verhandeln rückt in den Hintergrund, und stattdessen entsteht ein verbales Machtausloten. Im Zentrum stehen die Begehren und Ängste der Kontrahenten, und wer von beiden eigentlich die Kontrolle hat.
Bernard-Marie Koltès nutzt das geheimnisvolle Treffen der Fremden als eine Metapher für das menschliche Miteinander: ein ständiges Abwägen zwischen der Angst vor dem Unbekannten und der Sehnsucht nach Nähe. Das Stück bedient sich der Metapher des Marktes und des verbotenen Geschäfts, um zu zeigen, wie Menschen miteinander umgehen.
Für alle Menschen ab 15 Jahren, die die Art des Umgangs der Menschen miteinander, unabhängig von Gesellschaftsformen und staatlichen Systemen, erleben möchten und Liebhaber*innen poetisch-rhetorischer Fertigkeiten sind.
TeilenOrt:
Großes Tasch
Premiere:
Samstag, 14.11.2026
Regie: Joachim Gottfried Goller
Bühne & Kostüme: Jenny Schleif
Dramaturgie: Petra Thöring
Theaterpädagogik: Mia Scarcello
Regieassistenz: Isabelle Vardi
Inspizienz: Phin Mindner
Soufflage: Silke Knauff
Es spielen:
Dealer –
Georg Santner
Kunde –
David Zico
WAS HABEN SIE DENN VERLOREN UND ICH NICHT GEWONNEN?
Bernard-Marie Koltès – IN DER EINSAMKEIT DER BAUMWOLLFELDER