Arad Dabiri
LEBENLIFEHAYAT!
/UraufführungGegenwartsdramatik
PRESSESTIMMEN
"Der lyrisch elegante, rhythmisierte Aufruf zur Erschaffung einer neuen Welt propagiert die Erde als grenzenloses Paradies für alle."
"In der intensiven Inszenierung von Co-Intendantin Carola Unser-Leichtweiß hat Dabiris Dramatik am Samstag eine mit langem Applaus beschenkte Premiere vor vollem Kleinen Tasch gefeiert."
"Mit zwei Darstellern für „Aria“ betont Regisseurin Unser-Leichtweiß zwei Hauptaspekte dieser Figur: Saleh setzt beeindruckend vital und kunstvoll das Körperliche in Szene, während Plenkers sprachlich und auch gesanglich hervorragend performt."
"Als „Kinder von Welt“ treiben Flamur Blakaj, Saskia Boden- Dilling, Lisa Grosche, Bibiana Malay, Georg Santner und Christian Simon im tragischen Geschehen. Hervorzuheben ist die Präzision der Texteinsätze. Das prächtig harmonisierende Ensemble schafft es punktgenau aus dem Chor heraus in die Solostimme und zurück."
(Sabine Jackl, Oberhessische Presse)
„LEBENLIFEHAYAT!“ ist eine Abhandlung von Macht und Trägheit einer Masse. Von einem Augenblick, in dem alle, die zu ihr gehören, ihre Verschiedenheiten loswerden und sich als Gleiche fühlen. Von Exklusivität und (nationaler) Identität. Regisseurin Carola Unser-Leichtweiß spricht in der Einführung von einer Liebeserklärung an die Komplexität der Welt."
(Marie-Luise Wenzel, Die Junge Bühne)
"Das Stück, das weniger ein Drama als ein Langgedicht ist und durchaus mit Rilkes "Duineser Elegien" oder W.H. Audens "Zeitalter der Angst" vergleichbar ist, wurde im Rahmen des EU-Projekts "Future Narratives for Planet Earth" gezeigt."
"Über weite Strecken aber trägt der Text, tragen auch die Schauspieler diese gelungene Uraufführung, die zwar über eine Welt spricht, die am Geld, am Neid, am hypertrophen Konsum, an der Zerstörung der Umwelt fast schon zugrunde gegangen ist, die aber immer wieder mit einem durchaus galligen Humor kontert und nicht lockerlässt, von den Chancen zu sprechen, die jedes neue Leben mit sich bringt."
(Matthias Bischoff, Frankfurter Allgemeine)
"Alles fließt, assoziativ und anspielungsreich. Gedruckt wirkt der Text, als würde er atmen. Zentriert stehen die Wörter auf der Seite, manchmal nur eines pro Zeile, manchmal weit ausgreifend, die Zeilen formen sich auch optisch zu einem an- und abschwellenden Strom. Wie Regisseurin Unser-Leichtweiß dieses Langgedicht auf die Studiobühne am Schwanhof transportiert, wie sie daraus einen Theatertext gewinnt, ohne Poesie, Rhythmus und Eleganz zu opfern, das ist staunenswert."
"Greta Lou Plenkers ist wütend in ihrer Anklage, aufrichtig in ihrer Verständnislosigkeit, versöhnlich beim Brückenbauen, optimistisch in ihrem Glauben, dass die Menschheit doch noch die Kurve kriegen kann: „Der Nullpunkt liegt immer in uns.“ Faris Saleh dagegen, der Teile des Texts auf Arabisch spricht, trägt den Schmerz und das Leid im Blick, Spuren des verwehrten Lebens."
(Joachim F. Tornau, Theater der Zeit)
Ein Kind in der Mitte, schlafend, still. Drumherum ein Chor, der sich
einschwört auf das bevorstehende Ritual: Das Kind müsse geopfert werden, die Vernunft über das Mitgefühl siegen, die Gemeinschaft durch die Opferung gerettet werden. Dann wacht das Kind auf. Es spricht, fragt, klagt an: Welchen Wert hat eine Gesellschaft, die meint, den brutalen Ausschluss anderer für ihr Fortbestehen zu benötigen? Woher kommt der Drang, das Zusammenleben ordnen zu wollen wie eine Kleingartenanlage?
Aus einer archaischen Grundsituation heraus lässt Arad Dabiri auf den Status quo humanistischer Prinzipien in der Welt blicken.
Assoziationsreich führt der Text durch Mythen wie den Garten Eden, um aufzuzeigen, dass die Menschen in der Erschaffung eines irdischen Paradieses nur erfolgreich sein werden, wenn sie diesen friedlichen Ort für alle denken, grenzenlos. LEBENLIFEHAYAT!
LEBENLIFEHAYAT! ist ein langes Gedicht, es ist ein längst überfälliger Aufschrei in einer Welt, die bereits brennt, in der aber auch der Funke der Hoffnung entzündet wurde, in der auch die Suche nach zukünftigen Erzählungen begonnen hat: dies ist ein neuer Anfang, ein Neubeginn, ein Re-Start.
Das Stück wurde im Rahmen des „Future Narratives for Planet Earth“ Open Call am Hessischen Landestheater Marburg ausgewählt. „Future Narratives for Planet Earth“ ist ein mehrjähriges EU-Projekt mit diversen Partnerorganisationen in Europa. Die Uraufführung findet am Hessischen Landestheater Marburg statt und das Stück wird 2026 außerdem auch in Leuven, Belgien, und in Graz, Österreich, auf Tournee gehen.
LEBENLIFEHAYAT! wird mit englischen Übertiteln gezeigt.
Für alle Menschen ab 15 Jahren, die neugierig sind auf Zukunftserzählungen und Visionen für die Welt.
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Ort:
Kleines Tasch
Premiere:
Samstag, 25.04.2026
Regie: Carola Unser-Leichtweiß
Bühne & Kostüme: Stefani Klie
Choreografie: Sophia Guttenhöfer
Dramaturgie: Ia Tanskanen
Theaterpädagogik: Mia Scarcello
Regieassistenz: Nathalie Glasow
Inspizienz: Xenia Strauss
Soufflage: Silke Knauff
Hospitanz: Alexa Hellwig
Es spielen:
Aria –
Faris Saleh
Aria –
Greta Plenkers
Kind von Welt –
Saskia Boden-Dilling
Kind von Welt –
Flamur Blakaj
Kind von Welt –
Lisa Grosche
Kind von Welt –
Bibiana Malay
Kind von Welt –
Georg Santner
Kind von Welt –
Christian Simon