eine dokumentarisch-musikalische Zeitreise in die 1970er und 1980er Jahre Ost-Berlins
THE DARK SIDE OF THE GDR
Bibiana Malay, Berlin
Geboren und aufgewachsen in der Hauptstadt der DDR, war das Einzige, was sie von ihren Mitmenschen unterschied, ihr Aussehen. Ihr somalischer Vater hatte in Ostberlin studiert, um in seinem Heimatland den Sozialismus aufzubauen. Im Einheitsgrau der DDR wurde sie als „Mulattin“ wahrgenommen, obwohl sie sich selbst nicht fremd fühlte. Entgegen der offiziellen Doktrin von internationaler Solidarität und Völkerfreundschaft erzählt Bibiana Malay anhand von authentischen Zeugnissen, wie sie als Kind unterschwelligen Rassismus in der DDR erfahren hat. War sie eine Rebellin? Hat sie sich angepasst? Oder beides? Anhand von Tagebüchern, Stasi-Akten, Songs, erinnerten Geschichten und Briefen durchleuchtet sie ihre Kindheit hinter dem antifaschistischen Schutzwall.
„Im Laufe des sehr persönlichen, klugen Programms dringen Untertöne und Untergründe allmählich hoch, bewegen, ohne zur auf die Bühne gebrachten Anklageschrift zu werden. Dazu rägt auch die schräge Musikauswahl bei …“ (Leipziger Volkszeitung)
Content Note: Diskriminierende und rassistische Sprache wird reproduziert
TeilenOrt:
Mini Tasch
Inszenierung, Textauswahl, Dramaturgie: Grit Diaz de Arce, Bibiana Malay
Mit: Bibiana Malay