Eine Koproduktion mit dem Team Decker, Hendes & Simon

Aus dem Osten, aus dem Sinn (AT)

 

Es ist 2023 in einem ostdeutschen Plattenbau. So bunt wie die
Fassade ist das Innenleben schon lange nicht mehr. Das Haus ist
leer und soll abgerissen werden. Nur einer ist noch da und führt
durch eine längst vergangene Zeit. Plötzlich ist es wieder 1993.
Das eine System ist gerade erst zusammengebrochen, das andere
noch im Aufbau begriffen. Noch liegt Hoffnung über den Land -
schaften, denen noch einiges blühen sollte – aber die ersten Häu-
ser brennen schon. In jeder Etage wartet jemand mit einer
Geschichte und zwischen all den Stockwerken erzählt sich die
Wahrheit eines Landstrichs, die lange nicht gehört wurde.
Die Wendezeit markiert vor allem für die ostdeutschen Bundes-
länder einen markanten Einschnitt. Auch heute sind wir großen
Umbrüchen ausgesetzt und die Meinungen in Deutschland bre -
chen sich scheinbar wieder an der Kante der ehemaligen Ost-
West-Grenze. Regisseurin Anne Decker, Autorin Juliane Hendes
und Schauspieler Christian Simon untersuchen aus der ostdeut-
schen Perspektive, wer wir als Gesellschaft sind und wie wir in
die Zukunft gehen – gemeinsam oder gespalten?
Für alle Menschen ab 12 Jahren, die sich nicht damit abfinden
wollen, dass sich die Gesellschaft spaltet. Für alle Ostdeutschen,
die in Westdeutschland leben, für alle Westdeutschen, die an die
Einheit glauben und sich fragen, was schiefgegangen ist und für
alle mit einem Faible für Plattenbauten.