Caren Jeß

DIE KATZE ELEONORE

Monolog

 

Die Immobilienmaklerin Eleonore Garazzo stellt eines Tages fest, dass sie eigentlich eine Katze ist. Dieser Gedanke, nein, dieses tiefe Gefühl der Gewissheit überkommt sie, als sie ein solches
tierisches Exemplar eines Tages durch ihr Fenster beobachtet. Finanziell abgesichert und alleinstehend entschließt sie, ihrem bisherigen Leben den Rücken zu kehren und von nun an Katze zu sein. Sie lässt sich ein Katzenfell schneidern und beginnt, ihr menschliches Verhalten sukzessive abzulegen. Die Außenwelt reagiert irritiert, der Psychologe Dr. Wildbruch, mit dem Eleonore immer wieder Gespräche über ihre selbstgewählte Transformation führt, ist fasziniert. Während Eleonores Sinne und ihr Denken immer katzenhafter werden, ihr Leben sich zwischen
Fellpflege, Milch schlecken und andere Kleintiere jagen entfaltet, verändert sich auch zunehmend ihre Wahrnehmung der Welt. Eleonore ist Katze – Katze ist Eleonore.
Eleonores Abkehr und Verwandlung in ein Tier ist ein radikaler Rückzugsakt aus dem gesellschaftlichen Zusammenleben, eine Absage an Regeln und Normen und ein individueller Befreiungsschlag. Aber was bedeutet es, wenn der Mensch sich der gesellschaftlichen
Teilnahme entzieht, was wird dadurch aufgegeben, was gewonnen? Und ist ein solcher Schritt überhaupt denkbar?

Für alle Menschen ab 14 Jahren, die sich mit Eleonore gemeinsam auf die Suche danach begeben wollen, was es heißt, Katze zu sein und die sich darüber den drängenden Fragen gesellschaftlichen Zusammenlebens stellen wollen.

Location:

wird noch bekannt gegeben

Theatre pedagogy: Mia Scarcello

ICH BIN: EINE KATZE

Caren JeßDIE KATZE ELEONORE