Raphaela Bardutzky
FISCHER FRITZ
Contemporary drama
PRESSESTIMMEN
"Am Hessischen Landestheater Marburg hat Regisseurin Angelika Zacek dieses „Sprechtheater“ für drei Darsteller:innen bildstark und schwergewichtig inszeniert."
"Aus der polnischen Piotra wird eine ukrainische Uljana, gespielt von Aliona Marchenko; die ukrainische Sängerin und Schauspielerin gehört seit 2022 zum Ensemble des Theaters und tritt nun erstmals in einer großen Sprechrolle auf, sie zeigt dabei eine beeindruckende Leistung."
(Detlev Baur, Die Deutsche Bühne)
"Das 2022 in Berlin uraufgeführte, mehrfach ausgezeichnete Drama ist in Marburg unter der Regie von Angelika Zacek zu sehen, die mit „Prima Facie“ und „Die Guten“ im Gedächtnis sein dürfte. Ihr „Fischer Fritz“ hat am Samstag Premiere im Schwanhof gefeiert und wurde mit ausgiebigem Schlussapplaus verdient gewürdigt."
"In zwei Spielstunden (mit einer Pause) zeigen Jürgen Wink als Fritz und Flamur Blakaj als Franz auf teils bestechende, stets berührende Weise, was der Alte nie hat verwinden können, und wie scheinbar souverän der Junge im Leben steht."
"Im Gegenzug hat Aliona Marchenko sehr starke, zu Tränen rührende Momente, etwa, wenn Uljana ihre arge Einsamkeit beklagt."
"Im eruptiven Monolog des verwaisten Franz am Totenbettboot greift Flamur Blakaj fest ums Zuschauerherz. Brillant! Es ist ein klarer Höhepunkt der Aufführung, wie der 27-jährige Schauspieler alle mitnimmt auf eine sentimentale Erinnerungsreise zu einer Kindheit am kleinen Fluss."
(Sabine Jackl, Oberhessische Presse)
„Alle drei spielen, sprechen und singen im Boot und um das Boot herum. Dramatik und Tiefgang wechseln sich so mit Heiterkeit und Humor ab, wodurch das ernste Thema kurzweilig und spannend auf die Bühne kommt.“
„Zu Recht erhielten alle Beteiligten einschließlich der anwesenden Autorin am Ende langanhaltenden Applaus. In Gesprächen vor der Premiere und während der Pause war schnell klar geworden, dass fast alle Anwesenden von dem Thema des Abends persönlich betroffen waren. Deshalb sei ein Besuch des Stücks allen empfohlen, die Eltern haben oder Kinder, eine Zukunft erleben möchten und ihr Leben dabei selbstbestimmt gestalten möchten.“
(Franz-Josef Hanke, MarburgNews)
Aufführungsrechte: Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH, Berlin
Übersetzung ins Ukrainische von Mykola Lipisivitskyi
Übertragung ins Hessische von Helen Jahnke Schuck, Nadja Schwarzwäller, Brigitte & Jürgen Wenz
Sein Leben lang fischte Fritz Fische. Dann aber erleidet Fischer Fritz einen Schlaganfall. Sein Sohn Franz wohnt entfernt in der Großstadt, hat der ländlichen, abgeschiedenen Gegend seiner Jugend den Rücken gekehrt und betreibt zwei Friseurläden. Sich dabei noch um den Vater zu kümmern erscheint unmöglich. Und so reist Uljana an, eine Live-in-Pflegekraft aus Ukraine. In Fischer Fritz’ Haus im Nirgendwo leben die beiden von nun an miteinander. Es entsteht eine erzwungene Gemeinschaft, geprägt von vorsichtiger Annäherung und dem tiefsitzenden Gefühl, trotz Zusammensein allein zu sein. Uljana findet Halt in einem Chat mit Borys, dem Busfahrer, der sie aus Ukraine nach Deutschland gebracht hat, während Fritz immer mehr von Erinnerungen an ein Leben, in dem ihm noch alles möglich war, eingenommen wird.
Autorin Raphaela Bardutzky wirft mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Stück einen sprachlich virtuosen und spielerischen Blick auf das Thema Pflege und Care-Arbeit und befragt dabei den gesellschaftlichen Umgang mit Alter und den oft schwierigen und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen Pflegekräfte aus dem Ausland unterworfen sind.
FISCHER FRITZ wird in Marburg in einer ukrainisch-deutschen Version gezeigt.
Für alle Menschen ab 14 Jahren, die Worte finden wollen, um gesellschaftliche Missstände zu benennen.
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Location:
Großes Tasch
Premiere:
Saturday, 24.01.2026
Direction: Angelika Zacek
Stage & costumes: Gregor Sturm
Dramaturgy: Mahsa Asgari
Theatre pedagogy: Max Linzner
Regieassistenz & Inspizienz: Anna Keller
Prompting: Silke Knauff
Acting:
Fritz –
Jürgen Wink
Uljana –
Aliona Marchenko
Franz –
Flamur Blakaj