Ich versuche es weiter.

 

Aber meine Oma macht einfach immer noch den allerbesten Kartoffelsalat. / Arbeitstitel 

Mit diesem Versuch begeben wir uns hinaus aus jenen Räumen, in denen sich das Theater üblicherweise bewegt, hinein in das Marburger Umland. Folgen Sie uns, kommen Sie uns entgegen und lassen Sie uns gemeinsam einen Seitenwechsel wagen. Er-zählen Sie uns, ob lang, ob kurz, ob klar strukturiert, verschachtelt oder verknotet – come as you are. Schenken Sie uns Ihre Ge-schichten, von Ängsten und Freuden, von Liebe und Tod, vom Aufbruch und vom Stillstand, vom Warten und vom Wachsen.

Auf der Suche nach der Fülle der Realitäten werden wir Ihre nähe suchen, im Gepäck die Hoffnung, gemeinsam mit Ihnen das Zu-hören zelebrieren zu dürfen. Wo spielen Ihre Geschichten? Wie sieht die Bühne Ihres Alltags aus? Hat Ihr Leben ein Genre? Ein Mitglied des Ensembles wird in einer bequemen Sitzgelegenheit mit einem Kaffee, einem Tee, einer Limonade in Reichweite dar-auf warten, dass Sie sich dazusetzen „mit Milch oder Zucker?“ und anfangen zu erzählen: „Es war einmal... und alles hat angefangen mit... so ist es heute noch... und manchmal auch ganz anders“.

Was aus den Geschichten werden wird? Vielleicht fließen sie zu-sammen, an einem Abend in Marburg, werden zu Erlebnissen im Kleinen für jene, die erzählen und jene, die zuhören wollen oder öffnen einen Resonanzraum, zu dem alle Zugang haben und der über diesen Versuch hinaus bestehen bleibt. Wir wissen es nicht und das ist auch gut so. Wir sind gespannt und auch ein bisschen aufgeregt, denn Zuhören kann man bekanntlich nicht einstudie-ren, man kann es sich nur trauen.