Bernard-Marie Koltès
IN DER EINSAMKEIT DER BAUMWOLLFELDER
A modern classic
Bernard-Marie Koltès zählt zu den meistgespielten und einflussreichsten Dramatikern der 1980er-Jahre. Der 1986 geschriebene Text lässt offen, ob dieses Treffen inmitten der Felder zufällig stattfindet oder dieser Dialog bewusst gesucht wird. Ein Kunde und ein Dealer begegnen sich. Beide umkreisen sich, tasten sich ab. Ein Handel soll stattfinden, aber was verkauft werden soll bleibt unausgesprochen. Der Angesprochene fühlt sich jedenfalls
gemeint. Nach und nach schält sich heraus, dass auch er etwas will. Der Dealer und der Kunde stehen vor keiner „andere“(n)„Wahl, als sich zu schlagen mit der Gewalttätigkeit des Feindes
oder mit der Sanftmut der Brüderlichkeit.“ (B.-M. Koltès). Die Virtuosität im Miteinandersprechen erwächst zu einem Mäandern. Dieser Schlagabtausch in der Einsamkeit windet sich zu großen
universellen Fragenstellungen hinauf. Er oszilliert zwischen Können und Gefühl, sexuellem Spiel und kapitalistisch fordernder Abhängigkeit und ist zugleich ein gedankliches Machtausloten im Gegenüber.
Für alle Menschen ab 15 Jahren, die die Art des Umgangs der Menschen miteinander, unabhängig von Gesellschaftsformen und staatlichen Systemen, erleben möchten und Liebhaber*innen
poetisch-rhetorischer Fertigkeiten sind.
Location:
Großes Tasch
Premiere:
Saturday, 14.11.2026
Direction: Joachim Gottfried Goller
Stage & costumes: Jenny Schleif
Dramaturgy: Petra Thöring
Theatre pedagogy: Mia Scarcello
Direction assistance: Isabel Vardi
Stage manager: Phin Mindner
Prompting: Silke Knauff
Acting:
Dealer –
Georg Santner
Kunde –
David Zico
WAS HABEN SIE DENN VERLOREN UND ICH NICHT GEWONNEN?
Bernard-Marie Koltès – IN DER EINSAMKEIT DER BAUMWOLLFELDER