Johannes Hoffmann
HÄSSLICHES TENNIS
uniT / Drama Forum, Graz (Österreich), im Rahmen des gemeinsamen
EU-Projekts FUTURE NARRATIVES FOR PLANET EARTH, an denen
auch das HLTM teilnimmt
Kim und Mika leben für den Tennisplatz. Ihr Alltag ist durchtrainiert, geschniegelt, ästhetisch perfektioniert. Cremiges Weiß, Frottee, Disziplin, Stil – Tennis ist nicht nur Sport, sondern Haltung, Moral und Lebensentwurf. In dieser glänzenden Welt scheint alles stabil, sauber und kontrollierbar. Doch der Tennisclub, in dem Mika und Kim trainieren, hat seine besten Zeiten längst hinter sich. Siege bleiben aus, Erfolge sind Vergangenheit, und auf der Weltrangliste sucht man vergeblich nach einem Spieler aus dem Club. Für Kim liegt die Ursache in mangelnder Disziplin. Also wird härter trainiert als je zuvor. Doch Mika fehlt die Konzentration. Mika wirkt abwesend, wie angezogen von etwas, das außerhalb der Tenniswelt liegt. Denn der Tennisclub zerfällt mehr und mehr. Immer mehr Käfer und Insekten krabbeln auf dem grünen Kunstrasen, Insekten summen im Flutlicht. Ein riesiges Pilzmyzel, das sich im Untergrund breit gemacht hat, tritt an die Oberfläche …
„schmtz schmtz schmatz schmatz SCHMATZ SCHMATZ SCHMATZ“ (Stimme des Pilzmyzels)
TeilenOrt:
Kleines Tasch
Regie-Team:
Inszenierung: Rachel Müller
Ausstattung: Larissa Kramarek
Bühnenbau: WERKBUERO
Sound: Jens Kühleitner
Dramaturgie: Lisa Höllebauer